Die Lockerheit der Gründerjahre

Blick auf 40 Jahre Vereinsgeschichte – Nr. 3

Trotz der bereits dargestellten Härten in den Anfangsjahren unserer Vereinsgeschichte fasst Heinz Rahmen in seiner Chronik den Zeitraum bis 1977 als „eine fröhliche, unbeschwerte Zeit“ zusammen. Geselligkeit und ein freundschaftliches Miteinander scheinen damals wichtiger gewesen zu sein als sportlicher Ehrgeiz. Schon nach ein oder zwei Trainerstunden durfte man an den Clubturnieren teilnehmen und erst ganz allmählich fanden die Golf-Regeln und die Golfetikette Eingang in den Spielbetrieb.


Spaß ging in diesen Jahren wohl vor Leistungsdenken; darauf deuten auch die Spielregeln der „sogenannten „Whiskey-Turniere“ hin. Hierbei konnte man seine Schlagzahl nach dem Einputten durch das Leeren von mit Whiskey gefüllten Gläschen – Apfelkorn bei den Damen – „heruntertrinken“. Großer Beliebtheit erfreuten sich ebenfalls die „Jux-Turniere“, bei denen man von den Abschlägen aus andere als die eigentlich dazugehörigen Grüns anspielen oder in einen im Bunker eingegrabenen Eimer einlochen musste.
Ebenso unbekümmert wie mit dem Regelwerk gingen die Schmitzhofer mit ihren chronischen finanziellen Engpässen um. Man rechnete einfach fest mit einem steten Zustrom neuer Mitglieder und dies nicht nur als „Golf-“, sondern auch als „Land“-Club mit erweiterten sportlichen Möglichkeiten. Daher legte man 1975 dort, wo heute das Putting-Grün ist, zwei Tennisplätze an und vergrößerte den einen sogar um eine gepflasterte Fläche, auf der Scharen von Zuschauern Platz finden sollten. Auch führte man die ein oder andere feucht-fröhliche Werbeveranstaltung zur Rekrutierung neuer Mitglieder durch. Gleichermaßen entsprang der Umbau des ehemaligen Scheunengebäudes zu einem Clubhaus, der 1976 erfolgte, dem Wunsch nach einer stärkeren Außenwirkung und weniger den realen pekuniären Möglichkeiten.


Von ca. 25 Mitgliedern am Ende des Jahres 1975 stieg die Zahl der Schmitzhofer bis Ende 1976 auf 47 Erwachsene plus Kinder und Jugendliche an. Dies lag weit unter den erwarteten und finanziell eingeplanten 130 voll beitragspflichtigen Personen. Eine gute Portion rheinischer Gelassenheit wird dabei geholfen haben, mit dieser Tatsache zurecht zu kommen. 1977 steigerte sich denn auch die Zahl der Neumitglieder auf immerhin 65.